Das Supertreibhausklima des Perm Zeitalters

In der Erdvergangenheit ereignete sich eine Vielzahl natürlicher Katastrophen die, die Entwicklung des Lebens auf der Erde entscheidend beeinflussten. Eine der größten Katastrophen der Erdgeschichte führte am Ende des Paleozoikums vor etwa 248 Millionen Jahren zum Aussterben von 75% aller Land,- und 95% aller Meereslebewesen.

Im Zeitalter des Perms begann die Vereinigung der Kontinente Gondwana und Laurasia zum Superkontinent Pangea. Die Annäherung der Landmassen war von zunehmend extremen Vulkanismus, Erdbeben und geologischen Veränderungen geprägt. Vulkanische Eruptionen reicherten die Atmosphäre mit Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen an, wodurch die globale Temperatur über einen Zeitraum von 45 Millionen Jahren langsam anstieg.

Der Kontinent Pangea war umgeben vom dem globalen Ozean Panthalassa. Im Inneren bildete sich der kleine flache Binnenozean Tethys. Nach der Karbon Eiszeit vor mehr als 295 Millionen Jahren stieg die globale Temperatur mit dem Beginn des Perms kontinuierlich an. Im Frühen Perm waren die Polarregionen vereist. Das polare Klima wandelte sich bis zur Mitte des Zeitalters zu einem gemäßigten Klima.

Im gemäßigten Klima des mittleren Perm ging die Eisbedeckung der Polarregionen zurück. Pflanzen und Tiere entwickelten neue Arten, die alle Lebensräume besiedelten. Die nördlichen Regionen waren bedeckt mit ausgedehnten Farnwäldern, Nadelhölzern, Stachelhalmen und Berlappgewächsen. Die Landschaften der südlichen Regionen waren Tundra ähnlich und weniger bewaldet.

In den Ozeanen lebten Trilobiten, Korallen, Schwämme, Seeschnecken, Algen und Fische. In den Übergangszonen zum Land, in den Regenwäldern und Sümpfen lebten Insekten und Amphibien. Einige Amphibienarten entwickelten sich zu Reptilien. Im zunehmend warmen Klima besiedelten die Reptilien alle bewohnbaren Lebensräume und entwickelten eine große Artenvielfalt.

Reptilien sind wechselwarme Tiere, die ihre Körpertemperatur nur durch eine äußere Wärmequelle konstant halten können. Bei kalten Temperaturen fallen die Tiere in Winterstarre und können lange extreme Frostperioden nicht überleben. Neben den wechselwarmen Tieren entwickelten sich einige Arten zu halbwarmblütigen Reptilien, die halb Säugetiere waren. Die Terapsiden konnten ihre Körpertemperatur teilweise ohne eine äußere Wärmequelle regulieren. Die Lebewesen waren äußerst erfolgreich und besiedelten weite Regionen Pangeas.

Bis etwa 100 000 Jahre vor dem Ende des Perms stieg die Erdtemperatur auf 22°C an. Die Polarregionen wurden eisfrei. Die tropischen Regenwälder verschwanden und Wüsten dehnten sich nördlich und südlich des Äquators aus. Diese Entwickelung verschlechterte die Lebensbedingungen vieler Arten, insbesondere der Terapsiden und der großen Raubreptilien. Nur Lebewesen die sich dem zunehmend heißen, trockenen, wüsten ähnlichen Klima anpassen konnten überleben. Zu diesen Lebewesen zählten die wechselwarmen Vorfahren der Dinosaurier, die Gruppe der Archosauromorpha und einige säugetierähnliche Terapsiden.

In den letzten 100 000 Jahren bis zur Perm – Trias Grenze stieg die Erdtemperatur über 22°C an. Durch das Zusammenwirken aller Treibhausgase vor allen, Kohlendioxid, Methan und Wasserdampf entwickelte sich das Klima des Perms zu einem Supertreibhausklima. Es begann ein langsames bis zum Ende des Zeitalters andauerndes Massenaussterben.

In den Ozeanen starben 95% aller Lebewesen aus, zu denen Trilobiten, Schwämme, Korallen und Seeschneckenarten zählten. Auf den Kontinenten starben einige Pflanzen,- Insekten,- Reptilienarten, 75% aller Lebewesen aus. 2/3 aller Reptilienarten überlebten die Klimakatastrophe, darunter die Terapsidenart der Thrinaxodons, aus der sich die Säugetiere entwickelten.

Im auf das Perm folgende Zeitalter dem Trias entwickelten sich aus den überlebenden Reptilienarten die Dinosaurier. Der Protorosaurus aus der Gruppe der Archosauromorpha ist der Vorfahre der Dinosaurier, Krokodile und Flugsaurier. Alle heutigen Lebewesen sind Nachfahren der Überlebenden der Perm Katastrophe.

Die wahrscheinlichste Ursache für das extreme Treibhausklima am Ende des Perms waren gewaltige Supervulkanausbrüche bei der Entstehung des Trapp Plateau auf der nördlichen asiatischen Landmasse. Ähnlich eines gigantischen Supervulkans, hunderte Kilometer größer und tiefer als der Yellowstone Vulkan überfluteten über tausende Jahre Lavaströme die Landmasse und strömten in die Ozeane. Durch die Lavamassen entstand das mehr als zwei Kilometer hohe sibirische Trapp – Plateau.

Die vulkanischen Gase, vorallen Kohlendioxid, Wasserdampf, Methan und Schwefelverbindungen führten zu extremen Klimaschwankungen, die über einen längeren Zeitraum eine für die Biosphäre nachteilige Klimaerwärmung einleitete.

Durch die steigende Temperatur schmolzen die Methangaslagerstätten auf dem Grund des Tethysmeeres und den überfluteten Schelfen der Kontinente. Das in die Atmosphäre aufsteigende Methan beschleunigte den Temperaturanstieg. Sauerstoffmangel, Methanvergiftung und die Entstehung von Todeszonen in den Ozeanen waren die wahrscheinlichsten Ursachen des Aussterbens der Meereslebewesen.

Auf dem Land wurde die Vegetation durch Brände, ausbreitende Wüsten, extreme Dürre, Trockenheit, vulkanische Gase , sauren Regen zerstört. Viele Landlebewesen konnten unter diesen Verhältnissen nicht mehr überleben oder sich anpassen und starben aus.

 

Die Ursachen des größten Massenaussterbens der Erdgeschichte am Ende des Perms sind ungeklärt. Aus der wissenschaftlichen Dokumentation sind einige Tatsachen erkennbar die, die Theorie eines Supertreibhausklimas als sehr wahrscheinlich erscheinen lassen.

•der Temperatur Anstieg erfolgte kontinuierlich von einem eiszeitlichen Klima zu einem super heißen Treibhausklima,

•vulkanische Aktivitäten sind für das Zeitalter bewiesen,

•das Überleben vieler wechselwarmer Reptilien spricht gegen einen extremen Temperatursturz als Folge einer globalen Eiszeit oder eines Asteroideneinschlags,

•das Artensterben vollzog sich über einen langen Zeitraum und wurde nicht durch ein schlagartiges Ereignis verursacht,

•in den Gesteinsschichten an der Perm Trias Grenze gibt es keine Hinweise auf eine Iridiumschicht, die typisch für Asteroideneinschläge ist.

Die Kenntnisse über Ursachen, Verlauf und Folgen erdgeschichtlicher Ereignisse können genutzt werden, um die Konsequenzen die sich aus der globalen Temperaturerhöhung ergeben vorherzusagen. Im Zeitalter des Perm führten natürliche Ereignisse zur Freisetzung von Kohlendioxid, Methan und anderen Treibhausgasen. Die Erde wurde aufgeheizt und in einem Zeitraum von etwa 100000 Jahren starben 99% aller Lebewesen durch den Treibhauseffekt aus.

 

Die globale Anordnung der Kontinente und die Ausdehnung der Wüstenregionen im späten Perm ist auf der Website des Palemar Project dargestellt.

http://www.scotese.com/newpage5.htm

 

 

Auf der Website des Paleomar Project ist eine Klimakurve der Erdvergangenheit abgebildet, und zeigt an der Perm – Trias Grenze einen markanten Temperatur Anstieg.

http://www.scotese.com/climate.htm

 

 

Auf der Website des Kanada Museums in Hannover werden verschiedene Theorien der Perm Katastrophe dargestellt.

http://hannover.park.org/Canada/Museum/extinction/permcause.html

 

 

Am Beginn eines neuen Supertreibhaus Klimas

Die Klimaentwicklung auf der Erde ist abhängig von der chemischen Zusammensetzung der Erdatmosphäre, der Intensität der Sonneneinstrahlung, von geringfügigen Veränderungen der Planetenbahn, der Neigung der Erdachse und der Salz Konzentration der Ozeane. Die Position der Kontinente, die sich über Jahrmillionen durch Kontinentalverschiebung auf der Erdoberfläche verändert, führt zu unterschiedlichen Klimazonen, zu Veränderungen der Meeres und Luftströmungen, dem Wechsel zwischen Eis,- und Kaltzeiten.

Der Wechsel zwischen Eis,- und Kaltzeiten ist kennzeichnend für das globale Erdklima der vergangenen zwei Millionen Jahre. Das gegenwärtige quartäre Eiszeitalter dauert so lange an, bis der antarktische Kontinent durch die Kontinentalverschiebung in mildere Zonen wandert und das Eis auftaut.

Während der Übergangszeit von den Eiszeiten zu den Kaltzeiten stieg der Kohlendioxid Gehalt der Atmosphäre stark an, die Durchschnitts Temperatur erhöhte sich. Die Vegetationszone verlagerte sich in die vom Eis befreiten Regionen. Die Baumgrenze wanderte bis in die polaren Regionen und in höhere Gebirgsregionen. Pflanzen, Tiere und Menschen besiedelten die während der Eiszeit unzugänglichen Gebiete.

Durch die Analyse der Daten aus Tiefeisbohrungen konnten Wissenschaftler im Rahmen des Projektes DOME C auf dem Inlandeisplateau der Ostantarktis das Klima der vergangenen 8 Eis und Kaltzeiten rekonstruieren.

Der Wechsel zwischen Eis,- und Kaltzeiten vollzog sich relativ schnell. Das Ende der letzten Eiszeit in 70 bis 100 Jahren. Die gegenwärtige Kaltzeit, die vor 10 000 Jahren begann, hält ohne menschlichen Einfluss noch mindestens 15 000 Jahre an. Die Kohlendioxid Konzentration ist auf dem höchsten Stand seit 500 000 Jahren.

Der Temperatur Anstieg, das Auftauen der Permafrostböden und die Expansion der Lebewesen in die polaren Gebiete erhöhte die Konzentration der Methan und Wasserdampf Konzentration in der Atmosphäre.

Die Abkühlung des Klimas als Folge der Verringerung der Kohlendioxid Konzentration wurde durch den Einfluss anderer Treibhausgase überlagert, wodurch sich der Temperaturanstieg fortsetzte, das Klima sich zu einem Kaltzeitklima mit schwankenden Temperaturen zwischen kurzen Kalt,- und Warmphasen veränderte.

Während der Warmperioden der Kaltzeit nahm die Kohlendioxid Konzentration in der Atmosphäre zu und die globale Durchschnittstemperatur stieg um etwa 2°C auf etwa 16°C an. In der EEM Warmzeit vor etwa 130 000 bis 115 000 Jahren war das Klima in auf der Nordhalbkugel subtropisch, der Meeresspiegel lag zwei bis vier Meter höher als in der Gegenwart.

In Grönland und Sibirien nahm die Temperatur um 3° bis 5°C zu. Der zentral,- und nordgrönländische Eisschild blieb stabil, während die südgrönländische Eisbedeckung abnahm. Ähnliche Klimaverhältnisse wie im EEM könnten bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts zur Realität werden.

In unserer Gegenwart produziert die fortschreitende Industrialisierung des Planeten enorme Mengen an Kohlendioxid. Die globale Temperatur stieg im letzten Jahrhundert um 0,8°C  und wird in der Zukunft weiter ansteigen. Permafrostböden in Sibirien, Nordamerika, Skandinavien, Antarktis und in den Gebirgsregionen tauen auf, wodurch Methan freigesetzt wird, das den Treibhauseffekt beschleunigt.

Das Abschmelzen der Eisschilde der Polarregionen hat sich in den letzten 50 Jahren beschleunigt. Die Gletscher in Grönland, der Antarktis fließen schneller zu den Ozeanen, weil das See Eis schmilzt, das die Gletscher zurück hält und wärmeres Wasser in die polaren Meeresregionen vordringt.

Die Gletscher der Westantarktis sind instabil. Wenn diese Region des Antarktischen Eisschildes abschmilzt steigt der Meeresspiegel um 7 m. Wenn der gesamte Eisschild der Antarktis schmilzt steigt der Meeresspiegel um 60 - 63 m. Zusammen mit dem Grönlandeisschild und dem Gletscherwasser aus anderen Regionen könnte bei einer Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um 6° C auf 21°C der Meeresspiegel um über 80 m ansteigen.

Die hellen Eisflächen des Nordpolarmeeres strahlen einen Großteil der Sonnenenergie zurück in den Weltraum. Mit abnehmender Eisfläche wird die Sonnenenergie nicht mehr reflektiert. Die eisfreien Land und Wassermassen speichern die Wärmeenergie und tragen zum globalen Temperaturanstieg bei. Treibhausgase und der wärme speichernde Polarozean führen zu einer weiteren globalen Temperatursteigerung und zum Abschmelzen eines Teils oder des gesamten antarktischen Eisschildes.

Sehr wahrscheinlich ist ein gesamtes Abschmelzen der antarktischen Eisdecke nicht möglich, weil der Kontinent von der kalten zirkumspolaren Meeresströmung umgeben ist, die den Kontinent abkühlt. Wärmeres Wasser kann in die Randbereiche der Antarktis, vor allen der Westantarktis vordringen und die Randregionen und Teile des Festlandes auftauen.

Ein weiterer Temperaturanstieg durch den zunehmenden Ausstoß von industriellen und landwirtschaftlichen Treibhausgasen führt zum Auftauen der Methangaslagerstätten der überfluteten Ränder der Kontinentalschelfe. Lange bevor die Erdtemperatur 22° C erreicht, beginnt ein Artensterben durch die Ausbreitung der Wüstenregionen und die Zerstörung der Vegetation.

Die meisten heutigen Lebewesen entwickelten sich in einer seit dem Beginn des Känozoikums vor 66 Millionen Jahren langsam fortschreitenden Abkühlungsphase der Erdgeschichte. In diesem Erdzeitalter gab es, mit Ausnahme des Paläozäns und des Eozäns, keine Zeitabschnitte in denen die Erdtemperatur über 20°C anstieg. Die Abkühlung des Weltklimas begann als die Antarktis vor 32 Millionen Jahren die südpolare Region erreichte. Die Lebewesen des Känozoikums sind dem kalt bis gemäßigten Klima angepasst, und extrem hohe Temperaturen nicht gewohnt.

Die Industrialisierung des Planeten, bei steigender Weltbevölkerung und steigenden Verbrauch fossiler Rohstoffe, erhöht die Wahrscheinlichkeit der Klimamodelle die eine ansteigende Erddurchschnittstemperatur in den kommenden Jahrzehnten vorhersagen.

Die Klimaerwärmung verläuft nicht linear. Kühlere und wärmere Phasen wechseln sich ab, wobei der Durchschnittswert der globalen Temperatur zunimmt. Nicht nur das Kohlendioxid ist entscheidend für eine Klimaerwärmung. Das Schmelzen der Methangaslagerstätten der Ozeane, des Methans in Seen und Pharmafrostböden beschleunigt den Temperaturanstieg und überlagert die Tendenz zur Abkühlung als Folge einer Verschiebung des Golfstroms.

Gegenwärtig beträgt die Erddurchschnittstemperatur etwa 15° C. Diese Temperatur entspricht einer globalen Kaltzeit, mit gemäßigten Klimaverhältnissen während der vier Jahreszeiten, einschließlich kalter Winter.

Von einer Warmzeit ist die heutige Welt etwa 2°C entfernt. Die Klimaverhältnisse entwickeln sich ähnlich dem EEM – Kalt,- Warmzeitalter vor mehr als 115 000 Jahren, in dem die subtropische Klimazone weit nach Norden wanderte.

Der Wechsel zwischen Eis,- und den Kaltzeiten vollzog sich relativ schnell, in Zeiträumen von einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten. Die Verhältnisse im heutigen quartären Eiszeitalter, lassen die Wahrscheinlichkeit das, das Weltklima nach einen Temperatur Maximum in ein Eiszeitalter stützt, möglich erscheinen.

Das Verhältnis von Salz zu Süßwasser im Nordatlantik wird als wichtiger Faktor für eine Veränderung des Golfstroms angesehen. Gletscher Schmelzwasser und Flüsse erhöhen bei zunehmender Erderwärmung den Süßwasser Anteil, wodurch das Meer im Winter früher gefriert. Das System des Golfstroms versiegt südlicher. Auf der Nordhalbkugel wird das Klima eiszeitlicher.

Steigende industrielle Abgase, als Folge der globalen Industrialisierung überlagern die Tendenz zur Abkühlung, wodurch die globale Erwärmung, mit extremen Temperatur Schwankungen fortgesetzt wird.

Den Einfluss künstlicher Treibhaus Emissionen als Klimafaktor gab es in der Erdvergangenheit nicht. Die große und zunehmende Menge der künstlich erzeugten Treibhausgase ist ein Klimafaktor, der einen bedeutenden Einfluss auf das globale Klima besitzt und eher für die Wahrscheinlichkeit einer fortschreitenden Erwärmung spricht.

 

Im Pliozän vor 5 bis vor 1,6 Millionen Jahren war die Erde um 3° -4°C wärmer als heute und der Meeresspiegel lag 25 m über dem heutigen Niveau.

Ein weiterer Anstieg der Welttemperatur auf 20 – 22°C wird die Erde langsam in einen wüstenähnlichen Planeten, ähnlich dem Paläozän, Trias, Jura Kreidezeitalter verwandeln und die Lebensbedingungen vieler Lebewesen, insbesondere der Säugetiere verschlechtern.

Jenseits von 22°C Welttemperatur wird ein dem Ende des Perm Zeitalters vergleichbares Massenaussterben, aufgrund extremer Trockenheit und unwirklicher Lebensbedingungen unvermeidbar sein.

 

 

Möglichkeiten den Klimawandel zu verhindern

 

Auf den UN Gipfel in Kyoto beschlossen 38 Industrie Staaten bis zum Jahr 2012, den Ausstoß an Treibhausgasen um 5,2 % zu senken. Diese Reduzierung viel zu gering und kann kaum zu einer Verbesserung der Umweltbedingungen beitragen.

Eine Vielzahl politischer, gesellschaftlicher und vor allen ökonomischer Zwänge, steht einer Lösung dieser gravierenden Probleme der Zukunft des Planeten und seiner Lebewesen im Wege. Auf der UN Klimakonferenz in Bali 2007 konnte kein Ziel für ein neues Klimaschutzabkommen, das nach 2012 das Kyoto Abkommen ablösen soll erreicht werden.

Um die Folgen der Klimaveränderung zu mildern, müssten in den näschten 50 Jahren die Treibhaus Emissionen global um 90% reduziert werden. Auf den Verbrauch fossiler Rohstoffe zur Energiegewinnung und industrieller Produktion müsste ganz verzichtet werden.  In kürzester Zeit müssten neue Technologien für die industrielle Produktion, Energie, Verkehr, Landwirtschaft entwickelt werden, um die veralteten umweltzerstörenden Technologien zu ersetzen.

In Wüsten und wüstenähnlichen Regionen der Erde könnte Strom durch Solarkraftwerke erzeugt werden, weil in diesen Regionen die Sonneneinstrahlung am intensivsten ist. Weitere Energiequellen sind Wind, -Wasser,- Strömungskraftwerke, Erdwärme, und die Kernfusion. Die Energiegewinnung könnte sich an regionale Klimaverhältnisse orientieren, damit eine Technologie am effizientesten genutzt werden kann.

Eine Vielzahl von Haushalts, - Elektronikprodukten könnten so modernisiert werden, das die Produkte über eine eigene Energiequelle verfügen, wodurch die Produkte ganz oder zeitweise unabhängig vom Stromnetz funktionieren. Fahrzeuge, Maschinen könnten durch Solar,-Elektrische oder Magnetische Energie angetrieben werden.

In einigen Jahrzehnten könnte die Solartechnologie in Verbindung mit der Nanotechnologie und der Quantenphysik zu Solarbausteinen führen, die alle Wellenlängen der elektromagnetischen Strahlung zur Energiegewinnung nutzen können. Solarkraftwerke könnten die Strahlung der Sonne optimal zur Stromerzeugung nutzen.

Alle Geräte und Verkehrsmittel, auch Flugzeuge könnten durch die fortgeschrittene Solartechnologie die elektromagnetische Strahlung als Energiequelle nutzen. Die Benzin Motoren für Autos und andere Verkehrsmittel könnten durch Quantensolarelektrische,- magnetische Antriebe ersetzt werden.

Durch die globale Industrialisierung werden die Treibhausemissionen dramatisch zunehmen und die Gefahr dass die globale Durchschnittstemperatur sich der kritischen Grenze von 22°C Welttemperatur nähert erhöhen.

Um ähnliche Ereignisse wie am Ende des Paläozoikums zu verhindern ist es extrem wichtig das neue Technologien erforscht, gefördert und entwickelt werden. Wenn die extremsten Klimaprognosen von Wissenschaftlern und der UNO zur Realität werden, könnte sich schon in 150 Jahren ein nur mit dem Ende des Perm Zeitalters vergleichbares Massenaussterben wiederholen.

  

 

 

 Die Suche nach der zweiten Erde

Jahrtausende lang gingen die meisten Philosophen, Forscher und Wissenschaftler von der Vorstellung der Einmaligkeit des Sonnensystems, der Erde und des irdischen Lebens aus. Die Entdeckung, das Sterne von Planeten umkreist werden, mögliche Spuren von Leben auf dem Mars, die Rätsel der galiläischen Monde und des Saturnmonds Titan, führen zu radikalen Veränderungen der Vorstellungen über das Universum  und der Evolution des Lebens.

In der Antike und im Frühen Christentum war die Vorstellung eines Universums in dem sich das Leben auch auf anderen Welten entwickelte verbreitet. Der Mönch und Astronom Girodano Bruno gelangte Ende des 16. Jahrhunderts zu der Erkenntnis, das in einen unendlichen Universum eine große Anzahl von Welten existiert, die mit der Erde vergleichbar sind. Mehr als 400 Jahre später ist die moderne Astronomie und Weltraumforschung, durch die Beobachtung exosolarer Sonnensysteme auf den Weg mögliches außerirdisches Leben nach zuweisen. Gegenwärtig sind 500 Exoplaneten in Einzel und Mehrfachsystemen bekannt.

Es ist vorstellbar, das Sterne aller Spektralklassen Planeten bilden können, wodurch die Anzahl der Planeten in der Milchstraße auf mehrere Milliarden geschätzt werden kann. Andere Galaxien mit einbezogen existiert im Universum eine unvorstellbare Anzahl von Sonnensystemen mit Planeten unterschiedlicher Masse, von mehrfacher Jupitermasse bis zu erdähnlichen Planeten mit Gesteinsoberflächen und Ozeanen.

 

Suche nach bewohnbaren Planeten

 

Am 6.3.2009 startete die NASA, das Weltraum Telescope Kepler. Das Ziel der Mission ist

die Beobachtung periodischer Transits erdähnlicher Planeten bei sonnenähnlichen Sternen,

in Richtung der Sternbilder Cygnus und Lyra.

Wenn viele erdähnliche Planeten nachgewiesen werden können, wäre dies ein erstes Indiz,

das unter bestimmten Bedingungen überall in der Milchstraße belebte Welten existieren.

 

April 2014: Das Weltraum Telescope Kepler gelang der erste Nachweis eines annähernd erdähnlichen Planeten im Sonnensystem Kepler 186. Der Stern mit einer halben Sonnenmasse, SpKl. M, StB. Cygnus ist 500 ly von der Sonne entfernt und wird von bisher 5 bekannten Planeten umkreist.

Der Planet Kepler 186f bewegt sich in der Zone in der flüssiges Wasser, milde Temperaturen vorstellbar sind. Die Größe des Planeten deutet auf eine Masse hin, die wenige Prozent hoher ist, als die der Erde. Wahrscheinlich ist ein Gesteinsplanet mit flüssigen oder gefrorenen Ozeanen. Die Chemische Zusammensetzung der Atmosphäre, die Rückschlüsse auf die Temperatur zulässt, ist nicht bekannt und wird in der Zukunft bei allen neu entdeckten erdähnlichen Planeten durchgeführt.

 

 

 

 

 

Name: Hans G.

 

Homepage: Journeytospace.de (2002-2015

 

hansgg@journeytospace.de

 

Private unabhängige Amateur Astronomie Homepage mit den Themen Exosolare Planeten, außerirdisches Leben, interstellare Raumfahrt, globale Klimaveränderungen.

 

Das erste Sonnensystem mit mehr als einem Planeten

1999 gelang Astronomen die Beobachtung von drei Planeten der Jupiterklasse, die den Stern Ypsilon Andromeda umkreisen.

55 Cancri  ein Sonnensystem mit bisher 5 Planeten

Astronomen des Lick Obervatory in Kalifornien konnten um den 41 Lichtjahre entfernten Stern 55 Cancri im Jahre 2007 fünf Planeten nachweisen. Der Stern besitzt die gleiche Masse und dasselbe Alter wie die Sonne.

Der erste Planet mit etwa Neptunmasse  umkreist den Stern in 3 Tagen in einer Entfernung von 5,6 Millionen km.

Der zweite Planet ist kleiner als Jupiter. Seine Umlaufzeit beträgt 14,7 Tage in 18 Millionen km Entfernung.

Der dritte Saturnähnliche Planet ist 35,9 Millionen km von 55 Cancri entfernt und benötigt 44 Tage für einen Umlauf.

Der fünfte Planet von dreifacher Jupitermasse ist 867, 6 Millionen km entfernt, seine Umlaufzeit beträgt 14 Jahre.

Der neu entdeckte vierte Planet befindet sich in der "bewohnbaren Zone" in der auf einen Gesteinsplaneten Wasser im flüssigen Zustand vorhanden sein kann. Der erdähnliche Planet ist 45mal schwerer als die Erde und umkreist den Zentralstern in 260 Tage